Wortgeschichten

Grättimaa, Grittibänz, Hanselmaa und Elggermaa

Illustration: Tizian Merletti
Heute wenden wir uns, wen erstaunt's, den schweizerdeutschen Wörtern für den Teigmann zu, den man am 6. Dezember verzehrt. Am verbreitetsten ist der Grittibänz, die Basler kennen den Grättimaa, die Luzerner und Solothurner hatten zumindest früher den Hanselimaa oder Hanselmaa, und in der Region Winterthur–Unterthurgau–Stein ist oder war der Elggermaa zu Hause. Grätte und gritte bedeuten beide «die Beine spreizen; grätschen». B...
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Wimmet und wimmen

Er hat schon angefangen: der «Wimmet», «Wüm(m)et», «Wimlet» oder «Wümlet», und viele fleissige Leute stehen in den Rebbergen, um zu «wimme», «wüm(m)e», «wimle» oder «wümle». So sagt man in der östlichen Hälfte der Deutschschweiz und, räumlich isoliert, in der Variante «wimde, wimdu» auch im Wallis dem Ernten der Trauben. In den andern Landesgegenden spricht man hingegen von «läse» und «Läset» oder von «herbschte» und «Herbscht». Das Verb «wimme» ...
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Uustag, Huustage & Langsi, Lanzig

Das Wort der Woche: «Uustag» oder «Huustage» sowie «Langsi» oder «Lanzig» sind schweizerdeutsche Wörter für Frühling. Ersteres meint ursprünglich «Tag, an dem der Winter aus ist» (die Interpretation als «Haustage» zeigt, dass das Wort nicht mehr verstanden wurde). Letzteres ist eine Ableitung zu «lang» und meint wörtlich «Jahreszeit, in der die Tage länger werden». Permalink: https://idiotikon.ch/wortgeschichten/uustag-langsi
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