Wortgeschichten

Einkaufen zum Zweiten – das «unnütze» Geldausgeben: verdüderle, verplämperle, vertüppele & Co.

Der Batzen vom Grosi oder vom Götti will am Kiosk gut investiert sein: Wie viele Kaugummis gibts dafür? Oder doch besser ein Heftli? Oder Zuckerschlangen? Oder reicht es für alles zusammen? Dem Rat zum Trotz, sich das Geld einzuteilen, ist der Batzen bei den Kindern meist auf einen Schlag weg. Sein Geld für unnötige Kleinigkeiten auszugeben – die einen würden gar von verschwenden sprechen –, dafür finden sich im Schweizerischen Idiotikon einige W...
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Einkaufen zum Ersten – das «sinnvolle» Geldausgeben: chraame, poschte, kömerle & Co.

Advent ist nicht nur das Warten auf das Fest der Geburt Christi, sondern für viele auch eine Hoch-Zeit des Einkaufens – schliesslich müssen ungezählte Liebste mit einem Geschenk beglückt werden. Wie sagt man dieser Tätigkeit denn nun eigentlich auf gut Schweizerdeutsch? Wer im Schweizerischen Idiotikon nach­schlägt, wird nicht so recht fündig – genauer gesagt: solange das «sinnvolle» Einkaufen gemeint ist. Um dieses geht es in dieser Wortgeschich...
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lismen

Lisme «stricken» ist wie Anke (Wortgeschichte vom 27. November 2015) ein Wort, das im deutschen Sprachraum einzig und allein im Alemannischen vorkommt. Restlos klar ist die Wortbildung von lisme nicht, aber es gehört nach Auskunft der verschiedenen Herkunftswörterbücher zweifellos zum Wortstamm von lesen . Dieses bedeutete ursprünglich «sammeln», wie das auch jetzt noch in «auflesen», «zusammenlesen», «Trauben lesen» oder «Linsen verlesen» erkenn...
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Am Grümpelturnier mit einem Stängeli butze

Es ist wieder Fussballzeit. Nachdem wir während der Euro 2012 über das aus dem Englischen stammende tschute, schute geschrieben haben ( Wortgeschichte Nr. 11 ), wollen wir uns anlässlich der WM 2014 ein paar einheimischen Wortschöpfungen zuwenden. Beginnen wir mit dem Schuhwerk. Der mit Gummi- oder Schraubstollen versehene Fussballschuh heisst in der Deutschschweiz Töggelischue. Im Erstglied dieses Worts steckt das Verb töggele, das soviel bedeut...
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löie (lüe, lüwe, liwwe)

Das heutige Wort der Woche ist „löie", „lü(w)e" oder „liwwe", wie die Berner, Entlebucher, Freiburger und westlichen Deutschwalliser für „ausruhen" sagen. Für die Sprachwissenschafter ein schwieriges Wort! Zwar finden wir es auch in Quellen des 15., 16. und 17. Jahrhunderts belegt, aber weiter zurück ist es schwierig zu verfolgen. Falls es im Wallis seit alters vorkommt, warum haben die um 1200 ausgewanderten Walser dann statt „liwwe" das althoch...
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(ume)plegere

Das Wort der Woche: Sitzen oder liegen wir faul herum, dann tun wir „(ume)plegere". Das schöne Wort hat eine weniger schöne Herkunft: „Plegere" geht auf „Blag" zurück, ein altes Wort für Tierleiche, Aas, Kadaver. „Plegere" meint somit eigentlich „in Fäulnis übergehen", „dahinsiechen".
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