Mitteilungen des Schweizerischen Idiotikons

Im Rahmen des Projekts ortsnamen.ch haben wir den bestehenden Zeichensatz 'Noto' so erweitert, dass die meisten historischen und phonetischen Zeichen, die in der schweizerischen Ortsnamen­forschung verwendet werden, korrekt in Unicode dargestellt werden können. Sämtliche Dateien finden Sie auf Github.

Seit heute ist hunziker2020.ch online. Das Projekt «Hunziker2020» setzt es sich zum Ziel, das Aargauer Wörterbuch in der Lautform der Leerauer Mundart (1877) von Jakob Hunziker ins 21. Jahrhundert zu bringen und im Bewusstsein zu verankern, indem das Werk digitalisiert, ergänzt und für eine breite Bevölkerung zugänglich gemacht wird. Bei der Aufbereitung des Wörterbuchs wird denn auch die Aargauer Bevölkerung gezielt und aktiv miteinbezogen: Mundart-Interessierte können bei der Bestichwortung der einzelnen Einträge mithelfen. Zudem sollen die Aargauerinnen und Aargauer das Wörterbuch durch fehlende Wörter oder Bedeutungen ergänzen. Begleitet wird die Aufbereitung des Wörterbuchs von einer wöchentlichen Serie in der Aargauer Zeitung und bei Radio Argovia.

Auf der Webseite hunziker2020.ch wird zudem viel Wissenswertes und Interessantes rund um die Aargauer Mundart präsentiert: Informationen zur Aargauer Dialektlandschaft, eine Übersicht zur Mundartaussprache der Aargauer Gemeindenamen, zu den alteingesessenen Familiennamen im Aargau, zur Aargauer Dialektliteratur …

Projektleitung: Matthias Friedli, Dieter Studer-Joho (Phonogrammarchiv der UZH); Mitarbeit: Manuela Weibel.

Wir freuen uns auf viele Besuche!

Dieser Tage ist das 226. Heft des Schweizerischen Idiotikons – das fünfte des 17. Bandes – herausgekommen. Auf den ersten 88 Spalten werden die Zusammensetzungen mit Zug fortgesetzt – vom einstigen Berner, Luzerner und Zürcher Metzgerumzug über den Aarauer Maienzug bis zum rechtsgeschichtlichen Zwingszug. Die folgenden 36 Spalten sind zahlreichen Ableitungen von Zug gewidmet; unter anderem findet sich hier zügle für «umziehen», ein Wort, das ursprünglich aus der bernisch-freiburgischen Alpwirtschaft stammt, heute aber schweizweit bekannt ist und es sogar ins Schweizerhochdeutsche geschafft hat. Die letzten vier Spalten bilden den Anfang der rechtshistorischen Wortfamilie Züüg «Zeuge vor Gericht», die im 227. Heft ihre Fortsetzung finden wird.

Am 1. August 2019 hat Gabriela Bart eine Stelle als Redaktorin am Schweizerischen Idiotikon angetreten. Sie hat an der Universität Zürich Germanistik, Geschichte und Kriminologie studiert und bei Elvira Glaser zum Thema «Possessivkonstruktionen im Schweizerdeutschen mit besonderer Berücksichtigung des possessiven Genitivs im Lötschental» promoviert. Zeitweilig war sie auch Mitarbeiterin am Syntaktischen Atlas der deutschen Schweiz.

Die Mitgliederversammlung 2018, die am 17. Juni in Zürich stattfand, genehmigte den Jahresbericht des Schweizerischen Idiotikons über das Jahr 2018. Er informiert über die Aktivitäten und Dienstleistungen des Instituts und enthält eine Bibliographie der Neuerscheinungen zum Schweizerdeutschen. Im Bericht findet sich überdies ein Aufsatz zum Thema «Triine ‹einfältige, ungeschickte Person› und Hung-Ueli ‹wer jedermann süsse Worte gibt›: appellativisch verwendete Personennamen im Wörterbuch» von This Fetzer, der auf dem an der letztjährigen Mitgliederversammlung gehaltenen Vortrag basiert. Der Jahresbericht kann beim Sekretariat des Schweizerischen Idiotikons, Auf der Mauer 5, 8001 Zürich, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bezogen oder direkt hier heruntergeladen werden.

Nach Erledigung der ordentlichen Traktanden wurde Hans-Peter Schifferle verabschiedet, der Ende Februar 2019 in Pension ging. Schifferle wirkte ab 1987 als Redaktor und ab 2005 als Chefredaktor für das Schweizerische Idiotikon. Sein Abschiedsvortrag «Stationen auf dem Weg zum besten Wörterbuch» wird voraussichtlich im nächsten Jahresbericht abgedruckt.

Das Idiotikon hat eine nagelneue Website.

Neu gibt es direkt von der Einstiegsseite einen prominenten Zugang zum Kern unserer Arbeit, dem Wörterbuch. Die Suche im digitalisierten Wörterbuch wird damit noch einfacher, gerade auf mobilen Geräten. Sie erscheint zudem in neuem Gewand und mit verbesserten Suchfunktionen.

Selbstverständlich stehen auch die bewährten Hilfsmittel zur Wörterbuchbenutzung, die stets aktuellen Literaturlisten und die Dokumente zur Werkgeschichte weiterhin zur Verfügung – frisch und übersichtlich gestaltet. Neu dazu kommt ein Bereich, in dem häufige Fragen zu Dialekten und zum Schweizerdeutschen beantwortet werden.

Eine breite Öffentlichkeit kennt das Idiotikon von den Familiennamenerklärungen der Redaktion im Schweizer Radio SRF und von den Wortgeschichten her. Beide sind neu ebenfalls direkt von der Einstiegsseite aus zugänglich. Die Wortgeschichten werden seit Anfang Jahr übrigens von Tizian Merletti illustriert und machen damit noch mehr Freude. Ausserdem lassen sie sich auf der neuen Website thematisch durchsuchen.

Die Idiotikon-Familie ist in den vergangenen Jahren laufend gewachsen. Verschiedene weitere Projekte, die dem Wörterbuch angegliedert sind, werden übersichtlich präsentiert, darunter der Sprachatlas der deutschen Schweiz, das Portal ortsnamen.ch oder das Schweizer Textkorpus.

Wer gerne nur ein wenig auf der Website herumstöbern möchte, dem sei ein Blick auf die Gruppenfotos der letzten Jahre und Jahrzehnte empfohlen.

Wir freuen uns auf viele Besuche!

Die Redaktion des Schweizerischen Idiotikons sucht per sofort oder nach Vereinbarung eine*n neue*n Redaktor*in (80 %). Weitere Informationen finden Sie hier.

Am 1. Februar 2019 treten Hans Bickel und Christoph Landolt ihre neuen Funktionen als Chefredaktor bzw. als Redaktionsleiter an. Hans-Peter Schifferle, der diese Funktionen seit 2005 innehatte, geht per 31. Januar 2019 in Pension.

Hans-Peter Schifferle war während 32 Jahren für das Schweizerische Idiotikon tätig. In dieser Zeit durfte die Redaktion von seiner grossen Sprach- und Sachkenntnis sowie seinem lexikographischen Gespür profitieren, und sein integrierendes Wesen trug mass­geblich zu einer gelingenden Zusammenarbeit bei.

Am 1. August 2018 hat Dr. Matthias Friedli seine Stelle als neuer Redaktor am Schweizerischen Idiotikon angetreten. Er ist der Nachfolger von Claudia Schmid, die im vergangenen März die Redaktion verlassen hat. Neben seiner Funktion am Idiotikon wird Friedli weiterhin als Deutschlehrer an der Neuen Kantons­schule Aarau tätig sein.

Die Mitgliederversammlung 2018 genehmigte den Jahresbericht des Schweizerischen Idiotikons über das Jahr 2017. Er informiert über die Aktivitäten und Dienstleistungen der Redaktion und enthält eine Bibliographie der Neuerscheinungen zum Schweizerdeutschen. Im Bericht findet sich überdies ein Aufsatz zum Thema «Alemannisch im Churer Rheintal. Von der lokalen Variante zum Regionaldialekt» von Oscar Eckhardt, der auf dem an der letztjährigen Mitgliederversammlung gehaltenen Vortrag basiert.

Der Jahresbericht kann beim Sekretariat des Schweizerischen Idiotikons, Auf der Mauer 5, 8001 Zürich, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bezogen oder direkt hier heruntergeladen werden.

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