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Beispiel Bd XV 1581/82
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1 Gezählt wird nach Spalten (Sp.), auf sie wird bei Stellenangaben
verwiesen. Die bisher erschienenen Bände enthalten zwischen 1318 (Band V) und
2470 Spalten (Band XI).
2 Als Kolumnentitel
erscheinen die auf der betreffenden Seite behandelten Stammsilbengruppen mit
identischem Konsonantengerüst.
3 Der Beginn einer neuen
Stammsilbengruppe mit identischem Konsonantengerippe wird entsprechend betitelt
bzw. (3a) zumindest optisch von der
vorherigen Gruppe abgesetzt, wenn eine blosse Stammsilbenerweiterung vorliegt (w –lps nach w –lp).
4 Die Stichwörter sind
entweder fett oder gesperrt gegeben. Fett ist grundsätzlich das erste Wort
einer aus lautlich und inhaltlich verwandten Wörtern bestehenden Wortfamilie;
alle anderen zu derselben Wortfamilie gehörigen Stichwörter werden gesperrt,
ebenso (9) die Verweise.
5 Die fett bzw. gesperrt
gedruckten Stichwörter werden in ihrer (wenn nötig konstruierten) spätmittelhochdeutschen
oder gemeinschweizerdeutschen Form angesetzt. Möglichkeiten, die sich für die
Ansatzform ergeben, sind unter anderem: 1) der Ansatz entspricht einer
ersichtlichen mittelhochdeutschen Form (5a);
2) der Ansatz entspricht einer überlieferten Form, hier einer frühneuhochdeutschen
(5b) oder einer rezent-mundartlichen (5c), hat jedoch weder im Mittelhochdeutschen
noch im Neuhochdeutschen eine genaue Entsprechung (oft handelt es sich dabei um
Entlehnungen aus anderen Sprachen); 3) der Ansatz basiert auf einer
konstruierten Grundform, die weder in der lebenden Sprache noch im historischen
Material so bezeugt ist (5d). Die
Schreibung der Stichwörter ist einfach, sie orientiert sich am gewohnten
Schriftbild, dabei aber möglichst nahe an der realisierten Lautung bleibend
bzw. sich auch historisch ausrichtend.
6 Die Reihenfolge der
Ansätze im Idiotikon ist keine normalalphabetische; bestimmendes Kriterium für
die Anordnung ist vielmehr die Stammsilbe. Die Reihenfolge der Fettansätze wird zunächst durch die Konsonanten der
Stammsilbe bestimmt (Wülp vor walpslen, da w – lp vor w – lps), erst bei identischem Konsonantengerüst
kommen auch die Vokale als Ordnungskriterium zum Zuge in der Reihenfolge: a e i o u (etymologischer Langvokal vor
etymologischem Kurzvokal, einfacher Vokal vor Umlautvokal, Diphthong nach
einfachem Vokal), folglich ergibt sich die Vokalreihe ā, a, ä [mit Längebalken], ä, au, äu, ē,
e, ë, ei, eu, ī, i, ie, ō, o, ö [mit Längebalken], ö, ū, u, ü [mit Längebalken], ü, ue, üe (walsen vor wälsen vor Wels). Zu beachten ist, dass die Wörter mit
Anlaut B- zu P-, mit Ch- zu K-, mit D- zu T-, mit V- oder Ph- zu F- gestellt sind; v hat in allen Stellungen den
alphabetischen Wert von f; Stammsilben mit einfachem Konsonantenausgang (-f,
-m, -s etc.) stehen bei gleichem Vokal vor
solchen mit doppeltem (-ff, -mm, -ss etc.), ausgenommen -gg, das von -g wie von -k getrennt ist.
7 Auch innerhalb einer
Wortfamilie (gleicher Stamm bei gleichem Vokal bzw. dessen Umlaut ä, äu,
e, ö, ü, üe) sind
die Stichwörter nicht normalalphabetisch geordnet; ihre Glieder (gesperrt gedruckt) sind dem
betreffenden Stammwort (fett gedruckt) angeschlossen (dieses Stammwort ist nicht a priori das
Kernwort der Familie, sondern einfach das kürzeste und somit erste), zuerst die
Zusammensetzungen mit dem behandelten einfachen Wort als Grundwort (die
Reihenfolge der Bestimmungswörter richtet sich dabei nach den Prinzipien von
Punkt 6), gegebenenfalls mit dazu gebildeten Ableitungen an der entsprechenden
alphabetischen Stelle, dann, nun streng dem alphabetischen Prinzip
verpflichtet, die Ableitungen (wiederum mit ihren Zusammensetzungen). wälmig (7)
geht als Stammwort Walm I (Sp. 1572) voraus; auf den Spalten 1577 bis 1579 folgen die
Zusammensetzungen mit diesem Walm, nämlich Äher-Walm
bis Zett-Walm; an
alphabetischer Stelle schliesst sich die erste Ableitung walmen I an (Sp. 1579),
diese wiederum gefolgt von ihren Zusammensetzungen ab-walmen bis füren-walmen
(Sp. 1579/80); auf die Ableitung mit -en folgen noch vier weitere mit gleichbleibendem
Vokal, nämlich Walmer, Walmet, Walmeten und walmlen
(Sp. 1580), dann die erste mit Umlaut wälmelen
(Sp. 1580) und schliesslich wälmig
(7), das wiederum Zusammensetzungen
aufweist (vier-, drī-wälmig),
bevor die Wortfamilie (auch etwa Sippe genannt) mit der weiteren Umlaut-Stufe e (Welmer
und Vier-Welmer) abschliesst.
8 Gleichklingende
(homonyme) Wörter werden mittels römischer Ziffern unterschieden: Walm I ,Teil der Bedachung, längliche Anhäufung‘
(Sp. 1572) von Walm II ,wallende Bewegung‘; walsen I von walsen II.
9 walsen II, Walser II ist ein Verweis auf (noch zu
behandelndes) walzen, Walzer; Walser I auf ein bereits an anderer Stelle
abgehandeltes Walliser.
10 Jedes
Redaktionsmitglied signiert die von ihm bearbeitete Wortstrecke.
11 Ein
"Normalartikel" weist drei klar unterscheidbare Teile auf: 1)
Artikelkopf (bis zum Doppelpunkt); 2) Bedeutungsteil (bis zur typographisch
abgesetzten Anmerkung); 3) Anmerkungsteil (durch Kleindruck hervorgehobener
Schlussabschnitt eines Artikels).
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